Was ist Schaltli?
Schaltli bringt die Werte deines Vans auf kleine Displays und lässt dich dort schalten: Füllstand des Frischwassertanks, Ladezustand der Batterie, Licht an und aus, Dimmer auf halb. Was auf einem Display zu sehen ist, gestaltest du selbst, im Browser, und schickst es per WLAN aufs Gerät.
Ohne Cloud. Alles läuft bei dir im Van: auf deinem Pekaway-System und in deinem WLAN. Du brauchst kein Konto, kein Server irgendwo im Netz sieht deine Werte, und fällt das Internet weg, schaltest du trotzdem. Internet brauchst du nur zum Installieren, für Updates und für die Icon-Suche im Designer.
Die vier Teile
Der Designer ist eine Web-Anwendung, die du auf deinem Pekaway-System installierst. Du öffnest ihn im Browser auf dem Laptop oder Tablet und baust dort deine Screens: eine Anzeige für den Tank hierhin, einen Schalter fürs Licht dorthin. Ein Projekt gehört immer zu einem bestimmten Gerätetyp, denn ein runder Screen mit 360 × 360 Pixeln braucht einen anderen Aufbau als ein breiter mit 800 × 480.
Der MQTT-Broker ist die Vermittlungsstelle. Auf jedem Pekaway-System läuft schon einer (Mosquitto). Die Anlage legt dort ihre Werte ab, die Geräte holen sie sich, und wer schaltet, schickt einen Befehl dorthin. Auch der Designer schickt fertige Projekte und neue Firmware über den Broker an die Geräte.
Die VanPi-Brücke übersetzt zwischen Pekaway und Schaltli. Sie läuft als Tab in Node-RED, fragt alle zwei Sekunden die Werte der Anlage ab und legt sie unter schaltli/state/… auf den Broker. Schaltbefehle unter schaltli/cmnd/… reicht sie an Pekaway weiter. Das Installationsskript richtet sie gleich mit ein.
Die Geräte zeigen deine Screens an und nehmen Berührungen entgegen:
| Gerät | Display | Bedienung |
|---|---|---|
| Waveshare Knob-Touch LCD 1.8 | rund, 360 × 360, Farbe | Touch und Drehring |
| Waveshare ESP32-S3-Touch-LCD-4.3B | 800 × 480, Farbe | Touch |
| M5Stack PaperS3 | E-Paper, 960 × 540, 16 Graustufen | Touch |
| Android-Handy oder -Tablet | was das Gerät hat | Touch |
Die drei Boards bespielst du einmal über USB mit der Schaltli-Firmware, danach kommen Projekte und Updates per WLAN. Auf dem Android-Gerät installierst du stattdessen die Schaltli-App.
Ein altes Handy aus der Schublade
Das günstigste Schaltli-Display hast du vielleicht schon. Jedes Android-Handy oder -Tablet mit Android 8.0 oder neuer taugt dafür. Es hat einen Touchscreen in Farbe, der meist grösser und schärfer ist als die Displays der Boards, dazu WLAN und einen Akku, der kurze Stromausfälle überbrückt. Flashen musst du nichts, und löten auch nicht.
Die App macht aus dem Handy ein festes Bedienteil. Der Bildschirm bleibt an, die Leisten von Android verschwinden, und die App lässt sich nicht versehentlich verlassen. Das Handy meldet sich beim Broker selbst an und sagt dem Designer, wie gross sein Display ist. Im Designer erscheint es danach als eigenes Gerät, und du gestaltest Screens genau für diese Grösse. Hängt es an einem Ladekabel an der Wand, sieht man ihm sein früheres Leben kaum noch an.
So siehst du deinen Screen gleich auf einem echten Display im Van und entscheidest danach in Ruhe, ob du ein Board dafür willst.
Die App gibt es als Installationsdatei zum Herunterladen. Wie du sie aufs Handy bekommst und warum sie nicht im Play Store steht, erklärt die Seite Android-App.
Was du brauchst
- Ein Pekaway-System (VanPi), auf dem du dich per SSH anmelden kannst. Ohne Pekaway geht es auch, dann fehlen aber die Werte der Anlage, siehe Ohne Pekaway.
- Einen Computer mit Chrome oder Edge und ein USB-Kabel, um ein neues Board zum ersten Mal zu bespielen. Firefox, Safari und Handys können das nicht.
- Ein WLAN, in dem Pekaway-System und Geräte sich erreichen.
- Mindestens ein Gerät aus der Tabelle oben.
Wie es weitergeht
- Installiere den Designer auf deinem Pekaway-System.
- Bespiele ein neues Board mit dem Flasher, siehe Firmware flashen.
- Verbinde es mit deinem WLAN und dem Broker, siehe WLAN und MQTT einrichten.
Oder folge den Ersten Schritten, die den ganzen Weg an einem Beispiel zeigen.
Noch kein Gerät? Dann fang ohne Gerät an: Der Designer zeigt dir in seiner Vorschau, wie dein Screen aussehen wird.